Beratung zur Verhütung

Die Sexualität ist zu schön, um sie mit dem Risiko einer ungewollten Schwangerschaft zu belasten. Daher ist eine frühzeitige Überlegung über die verschiedenen Verhütungsmaßnahmen wichtig. Doch welche ist für mich die richtige?

Wir beraten Sie gern über die für Sie passenden Methoden.

Nachfolgend geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die aktuellen Verhütungsmethoden:

  • Hormonelle Verhütungsmittel (Mikropille, Minipille, Vaginalring, Verhütungspflaster, Verhütungsstäbchen, Hormonspirale und Depot-Präparate wie die Drei-Monats-Spritze)
  • Mechanische Verhütung (Kupferspirale, Kondom, Diaphragma, Portiokappe)
  • Chemische Mittel (Scheidenzäpfchen, Schwämmchen, Schäume)
  • Natürliche Verhütung
  • Notfallkontrazeption ("die Pille danach")
  • Sterilisation bei der Frau und beim Mann

Von enormer Bedeutung ist die Zuverlässigkeit eines Verhütungsmittels. Diese wird mit dem Pearl-Index angegeben, welcher von dem Biologen Raymond Pearl (1879-1940) entwickelt wurde. Damit wird der Erfolg einer Verhütungsmethode mit wissenschaftlichen Studien folgendermaßen gemessen: Wenn 100 Frauen ein Jahr lang mit der gleichen Methode verhüten, dann entspricht die Anzahl der Frauen, die in diesem Zeitraum trotzdem schwanger geworden sind, dem Pearl-Index. Je niedriger der Pearl-Index, desto sicherer ist die Methode.

Sind doch einmal alle Methoden fehlgeschlagen (Pille vergessen, Kondom gerissen, ungeschützer Geschlechtsverkehr) gibt es die so genannte "Pille danach" - eine Notfallverhütung. Um ihre Wirkung zu entfalten, sollte die "Pille danach" so schnell wie möglich, spätestens aber innerhalb von 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden.

Eine Sterilisation bietet sich nur an, wenn die Familienplanung definitiv abgeschlossen ist und ein bestimmtes Alter bzw. bestimmte Lebensziele erreicht sind. Sowohl bei der Frau als auch beim Mann ist dafür ein operativer Eingriff erforderlich, dessen Kosten nicht von der Krankenkasse erstattet werden.